Dr. Angelika Filius

 

Berufliche  Qualifikationen und Lebensstationen

 

1962, als viertes von sieben Kindern in einem pietistisch geprägten Elternhaus geboren, wurden mir die Themen Leistung und Kommunikation sozusagen in die Wiege gelegt. Zwei Fragen begleiten mich daher seit über 25 Jahren: „Wie können wir unsere Lebens- und Arbeitswelten gesünder und erfüllender gestalten?“ und „Was hilft Menschen auf ihrem Entwicklungsweg wirklich?“.

Meine Antwort lautet jeweils: (durch) Kommunikation und Beziehung!
 

Meine Berufsbiographie beginnt nach einer Gärtnerlehre in den Naturwissenschaften mit einem Diplom als Agraringenieurin und einer  anschließenden Promotion im Fachbereich Geoökologie. Es folgen eine Dozententätigkeit im Bereich Umweltingenieure und eine Gutachtertätigkeiten im Umweltschutz. Nach einer lebensveränderden Krise arbeit ich als Personalleiterin in einemn mittelständischen Unternehmen und später als Projektleiterin in einem Unternehmensnetzwerk für Erneuerbare Energien (Projekte u.a. zu „Familienfreundlichkeit in Unternehmen“).

 

Heute bin ich selbstständige Kommunikations- und Ex-In-Trainerin und als Speakerin und Recovery-Coach (Recovery = Wiedererstarken, Genesen) tätig. Grundlage hierfür sind neben meinen Kommunikationsausbildungen und meiner Ausbildung zur Gestalt-Körpertherapeutin meine eigenen psychischen Krisen nach einem schweren Autounfall. Diese Krisen sehe ich heute als meine Schätze an. Sie ermöglichen es mir, als Coach und als ganzer Mensch andere Menschen feinsinnig wahrzunehmen und bei ihrem persönlichen Entwicklungsprozess und/oder Genesungsweg klar und eindeutig zu begleiten.

 

In Unternehmen schule ich Teams und Führungskräfte u.a. darin, Ehrlichkeit,  Selbstmanagement, Fehlerfreundlichkeit und Zivilcourage zu kultivieren. Schwerpunkte im Betrieblichen Gesundheitsmanagement, bei dem ich Unternehmen begleite, sind die Themen "Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz" und "Prävention".

 

Meine Qualifikationen im Überblick sind:

  • Diplom Agraringenieurin, Promotion (Fachbereich Geoökologie)
  • Gestalt-Körpertherapeutin
  • Ex-In-Genesungsbegleiterin und -Trainerin
  • Kommunikationstrainerin
  • Fortbildungen u.a. zu Trauma, Gruppendynamik, Sterbebegleitung

 

 

 

Seelische Qualifikationen und Genesungsgeschichte 

 

Mitten in meiner Tätigkeit als Umweltgutachterin erlebe ich eine tiefe  Sinnkrise. Überraschend emotionale Berg- und Talfahrten zeigen mir, wie einseitig verkopft und leistungsorientiert ich bisher im Leben unterwegs bin. Ich zweifle an meinem Beruf und spüre: Ich möchte Menschen wachsen sehen, nicht Aktenordner und Kraftwerke!

 

Aus diesem Grund beginne ich 1996 eine berufsbegleitende vierjährige Ausbildung zur GestaltKörpertherapeutin. Nach zwei Jahren wird mir mein Leben zu eng. Ich kündige Beruf, Partnerschaft und Wohnung und begebe mich auf eine  "geistige Wanderschaft". Transpersonalpsycho-logie in der Schweiz, spirituelle und kreative Seminare quer durch Deutschland, mehrere Monate in einem Ashram. Für mich das Paradies auf Erden: Entwicklung pur! Geistige Öffnungen, körperliche Sensationen und ein tiefes Erfahren, wie kraftvoll und emotional wir in Wirklichkeit sind!

 

Allerdings: zu viel, zu schnell und zu alleine. Ich kann die Inhalte und Erfahrungen nicht integrieren und verliere den Boden unter den Füßen. Dann Ende 1998 ein schwerer Autounfall und ein psychisches Entgleisen. Eine "Not-Bremse"? Ich verliere ein Bein, der andere Fuß ist schwer verletzt. Körper, Geist und Seele sind auf dem Nullpunkt. Meine lange "Recovery-Reise" beginnt... und damit die tiefe Suche nach dem Sinn und dem Zusammenhang mit meiner Lebensgeschichte. 

 

Letztendlich habe ich meinen Genesungsweg zu meinem Berufsweg gemacht: Meine Selbsterforschung, das Erkennen meiner extremen Leistungsorientierung von frühester Kindheit an, das Verstehen meiner Krisen als Wachstumschancen, meine Ausbildungen in "Herzkommunikation"  - all das sind Bausteine meiner jetzigen Tätigkeit als Seminarleiterin in Kliniken und im psychosozialen Dienst und als Coach und Personaltrainerin in Unternehmen.